Tage in London

So, jetzt war ich 3 Tage in Lon­don unter­wegs. Jeden Tag sind es etwa 20km gewe­sen die ich gelau­fen bin. Das sagt zumin­dest der Schritt­zäh­ler der Gar­min. Es ist alles anders gelau­fen als geplant. Im Hos­tel habe ich kei­ne Kon­tak­te geschlos­sen. Mir hat es ein­fach mehr getaugt allei­ne Unter­wegs zu sein. Die Mor­gen haben in Cafes gestar­tet. Das war opti­mal um etwas den Tag zu pla­nen. Ich war zuge­ge­ben immer in Ket­ten. Da bin ich ent­spann­ter beim Aus­pa­cken mei­nes Mac­book ver­gli­chen mit einem klei­nen Cafe in dem ich damit nur zulan­ge den Platz blo­ckie­re.

Die San­tan­der Cycles konn­te ich die rest­li­chen Tage nicht mehr nut­zen. Ich hat­te am ers­ten Tag in der App das Auto Pay­ment aus­ge­schal­tet. Das füh­re am nächs­ten Tag dazu das die Credit­kar­te nebst Rech­nungs­da­ten noch­mal ver­langt wur­den. Lei­der hat das For­mu­lar mei­ne Adres­se nicht noch mal akzep­tiert. War aber auch nicht so tra­gisch, sonst hät­te ein Anruf bei der Hot­line es sicher gelöst.

Was ich einen Tag pro­biert hat­te waren die „Hop on Hop off“  Bus­se. Wenn man die­se sinn­voll nut­zen möch­te, also als Trans­port­mit­tel zu den Sehens­wür­dig­kei­ten reicht hier ein Tag nicht.  Lon­don ist so groß, das man schon den hal­ben Tag nur spa­zie­ren fah­ren kann. Steigt man nur zwei drei mal aus, ist auch die ande­re hälf­te des Tages schon vor­bei. Even­tu­ell hät­te es mir das gan­ze bei schö­nen Wet­ter auch so bes­ser getaugt. So hat­te ich eher das Gefühl das mir etwas Zeit gestoh­len wur­de.

Beein­druckt hat mich der Tower of Lon­don. Dort gibt es wirk­lich viel zu sehen. Auch die Füh­rung lohnt sich um die gan­zen Geschich­ten des Towers zu erfah­ren. Es ist span­nend was hin­ter die­sen Mau­ern wirk­lich bis in die Neu­zeit alles pas­siert ist. Die Bri­ten sind sehr stolz auf ihre Tra­di­tio­nen. Im Tower sind zum Schutz der Kron­ju­we­len Sol­da­ten Sta­tio­niert. Das aber schon seit über 700 Jah­ren. Und jeden Abend, so wur­de erzählt, fin­de beim abschlie­ßen des Tores die glei­che Zere­mo­nie Statt. Es nähert sich eine Grup­pe Sol­da­ten dem Nacht­wäch­ter. „Halt, wer da“ ruft die­ser. „Die Schlüs­sel“ bekommt er als Ant­wort. „Wel­che Schlüs­sel?“ dar­auf: „Eli­sa­beths Schlüs­sel“. Dies wird wie­der mit „Alles gut, geht wei­ter“ quit­tiert. Jeden Tag, seit 700 Jah­re schon. Ich fin­de das ziem­lich cree­py.

Fast direkt vor dem Tower liegt die HMS Bell­fast zu Anker. Das Ehe­ma­li­ge Flagg­schiff der Bri­ten. Es war schon beim D-Day im Ein­satz. Von sol­chen Objek­ten bin ich Fan. Auch hier kann man Stun­den ver­brin­gen um von den Geschüt­zen über die Brü­cken bis unten in den Maschi­nen­raum vor­zu­drin­gen. Die größ­te Über­ra­schung, zumin­dest für mich, das Schiff brauch­te vier Stun­den um über­haupt anfah­ren zu kön­nen. Es muss­te näm­lich erst Dampf für die Tur­bi­nen erzeugt wer­den.

Und vom Tower auf dem Weg zur Bell­fast, lohnt sich der Weg über die Lon­don Bridge. Hier kann man durch einen Glas­bo­den von oben einen Blick auf die Fahr­bahn wer­fen. Der Spass ist zwar recht kurz aber sehr span­nend.

Das ist aber wie­der­um nichts gegen den Blick wel­chen man vom Shard Tower über die Stadt hat. Den Besuch hat­te ich lei­der auf den letz­ten Tag gescho­ben, an dem die Sicht lei­der sehr schlecht war. Mein Feh­ler. Blick ist aber trotz­dem beein­dru­ckend. Vor der Fahrt mit dem Auf­zug wird man dafür aber kon­trol­liert wie am Flug­ha­fen. Die fahrt auf den Tower war davon abge­se­hen auch die bis jetzt teu­ers­te Fahr­stuhl­fahrt mei­nes Lebens.

Den meis­ten Spass hat­te ich Abends, rund um den Pic­ca­dil­ly Cir­cus. Hier wech­seln sich an meh­re­ren stel­len die Schau­stel­le ab. Für mich war es auch die bes­te Gele­gen­heit mein rest­li­ches Münz­geld los­zu­wer­den. Bar­geld hät­te ich übri­gens gar kei­nes gebraucht. Habe alles mit Visa con­tac­t­less bezahlt. Hier lohnt sich defi­ni­tiv eine Kre­dit­kar­te ohne Aus­lands­ge­büh­ren (Unter­schie­den wir Euro und nicht Euro Raum). Hier fal­len näm­lich bei man­chen Kre­dit­in­sti­tu­ten pro Zah­lung einer klei­ner Pro­zent­satz an. Nachts ist übri­gens die ein­zi­ge Zeit gewe­sen in der ich mei­ne Sony A6300 ver­miss­te. Bei Nacht­auf­nah­men kann die Sony RX100M3 lei­der durch ihren klei­ne­ren Sen­sor nicht mit­hal­ten.

In Lon­don gibt es an allen Ecken was zu ent­de­cken. Ein unglaub­li­cher Mix der Gebäu­de. Eben läuft man noch neben einen Mode­ren Hoch­haus, steht man im nächs­ten Moment plötz­lich an einem Gebäu­de aus dem Mit­tel­al­ter. Aber es ist auf jeden Fall mehr etwas für den Som­mer. Jetzt im Herbst geht die Son­ne schon viel zu früh unter. Irgend­wann muss ich auf jeden Fall noch mal hier­her kom­men. Zuvor war­tet aber auch noch Rom seit Jah­ren auf mei­nen zweit Besuch. Bin selbst gespannt was ich als nächs­tes mache. Das Wochen­en­de bin ich auf jeden Fall auf der Ski Pis­te.

 

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London Tag 1

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