Erwartungen, Enttäuschungen und Begeisterung

Mein ers­ter Blog­post geht nun schon online bevor über­haupt die Start­sei­te steht.
Des­we­gen hier schon der Hin­weis, wenn euch die gan­ze Geschich­te dazu nicht inter­es­siert, gibt es unten eine Zusam­men­fas­sung.

Ein Mountain Bike Kurs in Nauders

Der ers­te Tag eines Moun­tain­bike Kurs liegt gera­de hin­ter mir. Der Hin­ter­grund: Ich befin­de mich seit kur­zem in der Aus­bil­dung zum Moun­tain Bike (MTB) Fach­übungs­lei­ter im Deut­schen Alpen­ver­ein. Und wenn ich ein Ziel vor Augen habe, tue ich immer alles dafür, dar­in bes­ser zu wer­den. So ist das die­ses Jahr bereits der vier­te MTB Kurs für mich. Bei der glei­chen Schu­le, habe ich die­ses Jahr auch bereits einen Kurs gemacht, der mich begeis­tert hat­te. Wer mal Lust hat mich zu sehen, ich bin damals auch in einem Pro­mo Video gelan­det:

Erwartung – Enttäuschung

Mein Ehr­geiz beim MTB hat mich auch Tech­nisch in einer kur­zen Zeit recht weit gebracht. Und wie bei allem, man lernt nie aus. Hier sit­ze ich nun wie­der mit  der Hoff­nung näher an das opti­mum der MTB Fahr­tech­nik zu kom­men.
Es ist nie so, das ich mich Wochen­lang auf etwas freue, jedoch baut sich bei mir trotz­dem eine Erwar­tungs­hal­tung im Vor­feld. Bei die­sem Kurs hat­te ich erwar­tet, direkt wie­der mit dem Inha­ber der Schu­le trai­nie­ren zu kön­nen. Die­ser ist schließ­lich ein gran­dio­ser MTB Fah­rer und Trai­ner. Vor Ort habe ich erfah­ren das er gar nicht dabei sein wird. Dies hat inner­lich kurz für eine Ent­täu­schung gesorgt.
Wie immer hilft (und half mir) eine Posi­ti­ve Grund­ein­stel­lung. Anstel­le nun schlecht gelaunt den rest­li­chen Tag zu ver­brin­gen, ist es viel bes­ser offen zu sein  und das bes­te aus einer Situa­ti­on zu machen. Die Ein­stel­lung gilt bei mir zum Glück schon Jah­re. Nicht immer war es so. Aber auch Ein­stel­lun­gen sind nicht in Stein gemei­ßelt. Neu­gier­de, Offen­heit und Gute Lau­ne, das waren paar Sekun­den spä­ter mei­ne Gefüh­le. Was hät­te es mir auch gebracht Ent­täuscht zu blei­ben und ein Gesicht zu zie­hen? Das Bewusst­sein dafür, sei­ne Lau­ne immer selbst bestim­men zu kön­nen und sich nicht äuße­ren Umstän­den unter­zu­ord­nen ist sehr oft Gold wert.

Der Tag  ging wei­ter. Wir übten Fahr­tech­ni­ken auf dem Park­platz. Tat­säch­lich sogar die glei­chen Din­ge wie schon das let­ze mal. Ein Feh­ler ist es auch, sich auf­grund sol­cher Wie­der­ho­lun­gen alt­be­kann­ter Din­ge zu lang­wei­len. Bes­ser doch den Ehr­geiz wecken?! Jede Tech­nik die man übt, egal in wel­cher Betä­ti­gung kann man doch erst nach unzäh­li­gen Wie­der­ho­lun­gen per­fekt. Und wäre man in einem Kurs, wenn man alles schon per­fekt kann? Wenn man sich immer nur mit sei­nem direk­ten Umfeld ver­gleicht, pas­siert es schnell das man mit einer Fal­schen Mess­lat­te misst. Nur weil du weni­ger Feh­ler machst als dein direk­tes Umfeld, machst du es selbst noch lan­ge nicht rich­tig. Und anders geht es mir auch nicht. Auch heu­te wur­de ich oft kor­ri­giert.

Neue Fähigkeiten erlernen

Fähig­kei­ten kann man fast immer in Ein­zel­tei­le zer­le­gen. Tim Fer­ries beschreibt dies auch gut in sei­nem Buch: Der 4 Stun­den Chef.
Auch so ist es mit der Tech­nik im MTB. Und so sind heu­te noch zwei Din­ge pas­siert mit denen ich noch nicht gerech­net hat­te.
Ich bin mei­nen ers­ten Bun­ny Hopp gesprun­gen (Eine Tech­nik bei der man erst das Vor­der­rad in die Luft hebt, um ver­setzt das Hin­ter­rad anzu­he­ben. Ziel ist das sprin­gen über Hin­ter­nis­se) und hat­te mein ers­te, wenn auch Kur­ze Manu­al Fahrt (Manu­al fährt man oft Berg­ab, ohne Tre­ten und nur auf dem Hin­ter­rad).

Wie ist es dazu gekom­men: Durch das wie­der­ho­len und ver­bes­sern der bereits bekann­ten Tech­ni­ken, wur­den die­se ver­fei­nert und etwas sau­be­rer. Und die­se Ein­zel­tei­le kann man nun kom­bi­nie­ren:  Erst Vor­der­rad Anhe­ben dann  Hin­ter­rad anhe­ben = Bun­ny hop. Klingt ein­fach und logisch. Bis heu­te hat­te mir die­se Logik jedoch noch nicht wei­ter gehol­fen. Und das obwohl ich bei­de schrit­te schon kann­te. Das erneu­te üben und ver­bes­sern der Grund­la­gen war wie das Gerüst damit die Ein­zel­tei­le auch zusam­men arbei­te­ten.

Zusammenfassung:

Auch wenn dei­ne Erwar­tun­gen im ers­ten Moment nicht erfüllt wer­den, fährst du trotz­dem am bes­ten damit, dir die Lau­ne nicht ver­der­ben zu las­sen. Blei­be immer neu­gie­rig und offen. Die Beloh­nung ist im schlimms­ten Fall ein schö­ner Tag. Meist bringt es dich aber trotz­dem wei­ter im errei­chen dei­ner Zie­le. Und auch wenn du es zuvor nicht erwar­test, könn­test du sogar neben­bei wel­che die­ser Zie­le errei­chen.

Dan­ke fürs lesen mei­nes ers­ten Bei­tra­ges.
Ich freue mich über Kri­tik und viel­leicht hast du ja Inter­es­se an mei­nen wei­te­ren Bei­trä­gen?

Dein Bas­ti