Erster Tag in London

Auch wenn der Flie­ger erst um 9:20 in den Him­mel star­tet, muss man den Tag trotz­dem ziem­lich früh star­ten. Boar­ding ist schließ­lich schon eine hal­be Stun­de zuvor. Der Secu­ri­ty Check kann sich auch zie­hen. Und der weg von der Woh­nung bis zum Flug­ha­fen braucht auch sei­ne Zeit. Die Zeit­um­stel­lung ist mir aber zumin­dest die­se Woche ent­ge­gen gekom­men. 6 Uhr auf­ste­hen waren eigent­lich auch nur die gewohn­ten 7 Uhr von letz­ter Woche. Eigent­lich hat­te ich mehr Zeit als genug. So muss­te ich auch erst 7 Uhr ent­spannt das Haus ver­las­sen. Da ich nur Hand­ge­päck habe, hät­te ich mit Taxi sogar noch bis 7:45 gehabt. Das war es mir heu­te aber nicht Wert.

Am Flug­ha­fen Mün­chen war es dann noch mal rich­tig span­nend. Luft­han­sa bin ich noch nicht so oft geflo­gen wie damals Air Ber­lin. So ken­ne ich in Mün­chen das Ter­mi­nal 1 so gut wie aus­wen­dig, aber im Ter­mi­nal 2 ent­de­cke ich doch noch neu­es. So war ich dort zum ers­ten mal auch auf der Sei­te der H Gates. Ein klei­ner Tipp hier, hat man wie ich eines der hin­te­ren Gates (H20), soll­te man bei bedarf vor dem weg dort­hin die Toi­let­te mit­neh­men. Sonst läuft man sehr sehr lan­ge wie­der zurück. Rich­tig span­nend auch die gan­ze neue Tech­nik. Die Body Scan­ner sind jetzt Stan­dart, und ins Gate kommt man mit einer Gesichts­er­ken­nung nach vor­hal­ten des Per­so­nal­aus­wei­ses.

Und hier gleich ein Tipp für die Ein­rei­se in Lon­don. Einen aktu­el­len Rei­se­pass benutz­ten und nicht den Per­so­nal­aus­weis. Mit dem Rei­se­pass kann dort näm­lich ein ähn­li­ches, auto­ma­ti­sches Gate wie in Mün­chen ver­wen­den wer­den. Und damit spart man sich wirk­lich sehr viel war­te Zeit. Ich hat­te lei­der nur den Per­so­nal­aus­weis dabei. Hin­ter einer ewig lan­gen Schlan­ge war­tend, hab ich also nur nei­disch zu den meist frei­en, moder­nen Gates schau­en kön­nen.

Von Lon­don Heathrow ging es dann mit der Under­ground zum Hos­tel. 22 Sta­tio­nen, eine wei­te­re Stun­de. Somit war die Rei­se­zeit für die paar Kilo­me­ter zu und vom Flug­ha­fen län­ger als die Flug­zeit Mün­chen – Lon­don. Dafür bin ich aber nir­gend­wo so ein­fach mit Öffent­li­chen gefah­ren. Es reicht eine Visa card (Ich benut­ze die von com­di­rect) mit Kon­takt­lo­ser Bezahl­funk­ti­on. Mit die­ser che­cked man beim ein­stei­gen ein und ent­spre­chend wie­der aus. Am ende vom Tag bekommt man dann das güns­tigs­te Ticket. Was mich die Fahrt aber jetzt gekos­tet hat, kann ich dafür noch nicht sagen.

In der Stadt geht es ziem­lich ein­fach mit den San­tan­der Cycles wei­ter. Die iPho­ne App dazu hat­te ich bereits in Mün­chen instal­liert und mit mei­nen Bezahl Infor­ma­tio­nen ver­sorgt. Mit die­ser App kann man nun an jeder Sta­ti­on einen Code gene­rie­ren, mit wel­chem man ein Bike frei­schal­ten kann. Bezah­lung ist fair. Pro Nut­zungs­tag 2 Pound, dau­ert eine Fahrt nicht län­ger als 30 Minu­ten, ent­ste­hen kei­ne wei­tern Kos­ten. 3 mal (zufäl­lig) 20min bin ich gefah­ren.

An das Links fah­ren muss­te ich mich noch gewöh­nen. Gera­de nach dem abbie­gen hat­te ich anfangs paar mal die fal­sche Sei­te gewählt. Zum Glück gab es nur ande­re Rad­ler im Gegen­ver­kehr. Da wur­de ich aber recht schnell von einem Char­man­ten Eng­län­der kor­ri­giert. Ich glau­be die sind das von Tou­ris­ten schon etwas gewohnt. Die Kor­rek­tur war sinn­ge­mäß: Du musst auf der lin­ken Sei­te fah­ren.

Beim über­que­ren der Stra­ßen muss man natür­lich auch in eine unge­wohn­te Rich­tung schau­en. Ein wun­der das ich nicht gleich schon über­fah­ren wur­de. Gera­de wenn man über die Stra­ße geht, ist man bei klei­nen Stra­ßen in Deutsch­land gewohnt das die Autos war­ten. In Lon­don war­ten die Fuß­gän­ger. Und die Sache mit dem Blick, kei­ne Ahnung ob das nur für die Tou­ris­ten ist, aber an den meis­ten Stra­ßen wird für eine Lösung gesorgt:

Kein Spass. In der tat gibt es in Lon­don sehr vie­le Schil­der und Zei­chen die­ser Art. Wer über den Schil­der­wald in Deutsch­land schimpft, war noch nicht in Lon­don. Ach­tet mal drauf bei eurem Besuch.

Die Sache mit der Zeit­zo­ne. Auf dem weg nach Lon­don wur­de mir eine Stun­de geschenkt. Womit ich aber nicht gerech­net hat­te, war wie schnell es Dun­kel wird. Um 16:30 ging die Son­ne schon unter.

Aber auch im Dun­keln ist Lon­don noch span­nend. Mein ers­ter Tag war aber noch ziem­lich Plan­los. Es ging mir dar­um die Stadt zu erkun­den und zu erle­ben. Mor­gen folgt ein Tou­ris­ten Pro­gramm.

Kei­ne Ahnung wie lan­ge ich jetzt an die­sen bei­den Bei­trä­gen geschrie­ben habe. Aber es war Zeit die ich im Auf­ent­halts­raum des Hos­tels ver­bracht habe. Ohne vie­le Wor­te gewech­selt zu haben, habe ich dadurch schon das Gefühl dazu zu gehö­ren.

Ich hat­te eigent­lich den Plan, durch das Mehr­bett­zim­mer leich­ter Kon­tak­te zu schlie­ßen. Aber das ging in die Hose. Mei­ne Bett­nach­barn lie­ßen sich fast kein Hel­lo ent­lo­cken. Sie sit­zen tat­säch­lich in ihren Bet­ten, haben den Vor­hang vor­ge­zo­gen und lesen Han­dy. Mit den Kon­tak­ten wird es den­ke ich wie gewohnt im Auf­ent­halts­raum klap­pen. Ich muss dafür nur jetzt das Mac­book zuklap­pen.