Effizient, Minimal, Digital – Organisation meines Chaos

Hal­lo,

mein Kopf war öfter schon voll mit Ide­en, Ver­pflich­tun­gen und Auf­ga­ben. Hier die Mail die auf Ant­wort war­tet, dort die Whats App Nach­richt. Beim Ein­kauf an die But­ter den­ken oder auch nur die gan­zen Klei­nig­kei­ten die man bei sei­nen Pro­jek­ten noch abzu­ar­bei­ten hat. Um den Kopf davon wie­der frei zu bekom­men, habe ich begon­nen alles auf­zu­schrei­ben.

Der Vor­teil einer Schrift­form, vor­aus­ge­setzt man schreibt jedes Todo streng auf ist das man sich auch nie die Sor­ge machen muss etwas ver­ges­sen zu haben. Für mich funk­tio­niert das auch super, wenn ich Zeit bes­ser nut­zen will. So muss ich nur aus mei­ner Todo lis­te picken. Natür­lich ist die Lis­te bei mir digi­tal. Ich habe nun auch schon mehr­fach gehört das Leu­te sol­che digi­ta­len Lis­ten auf Papier über­tra­gen um es dann dort von Hand strei­chen zu kön­nen. Natür­lich muss man das anschlie­ßend wie­der zurück auf die digi­ta­le Lis­te über­tra­gen usw. Ein freund davon bin ich selbst aber nicht. Ich habe kei­ne Lust mein Leben mit der Orga­ni­sa­ti­on von Todo- Lis­ten zu ver­brin­gen.

Mei­ne Evo­lu­ti­on ging hier von einer Todo­lis­te in Papier­form über diver­se digi­ta­le wie Wun­der­list, Remem­ber the Milk und Any­list. Bei allen drei hat­te ich sogar die kos­ten­pflich­ti­gen pro Accounts. Am bes­ten fand ich hier Remem­ber the Milk. Das hat mich dann aber trotz­dem nicht davon abge­hal­ten die App trotz vie­ler Anläu­fe wirk­lich dau­er­haft und effi­zi­ent zu Nut­zen.

Inzwi­schen sind die 3 bei mir aber End­gül­tig aus­sor­tiert. Auch das ist etwas befrei­en­des. Kei­ne Appli­ka­ti­on mehr die man im Hin­ter­kopf hat, weil man sie bezahlt aber nicht nutzt. Inzwi­schen bin ich bei einer ein­fa­che­ren und trotz­dem fle­xi­ble­ren Lösung gekom­men: Ever­no­te. Ich kann heu­te gar nicht mehr sagen wie­vie­le Jah­re ich Ever­no­te schon nut­ze um alle mei­ne Rech­nun­gen, Quit­tun­gen sowie sonst alle Papie­re zu Archi­vie­ren. Ich habe tat­säch­lich nur noch etwa 2 Ord­ner mit beglau­big­ten Unter­la­gen wie Zeug­nis­se, sonst kein Papier mehr. Aber in den Noti­zen steck für mich noch mehr.

Ich ver­wen­de 3 Noti­zen, die ich über den Schnell­zu­griff in Ever­no­te jeder­zeit sofort errei­chen kann.

  • Lis­te 1: Todos ASAP (As soon as pos­si­ble)
  • Lis­te 2: Todos AAT (at any time)
  • Lis­te 3: Todos Job

In Lis­te 1 lan­det alles was ich dem­nächst tun muss. Jeman­den zurück­ru­fen, etwas ein­kau­fen, alles was ich bei mei­nen Pro­jek­ten noch erle­di­gen will.

In Lis­te 2 ste­hen The­men die mal Recher­chie­ren will, Bücher die ich noch lesen mag und auch der nächs­te Ter­min für die Wasch­ma­schi­nen Rei­ni­gung.

Lis­te 3 ver­wal­tet ein­fach nur alles, was auf Arbeit anfällt. Din­ge die ich am nächs­ten Tag oder in einer Woche noch prü­fen muss, tei­le die ich in Pro­gram­men zu ende Pro­gram­mie­ren muss, ver­spre­chen die ich Kol­le­gen gemacht habe.

Auf den ers­ten Blick ist eine klas­si­sche Todo­lis­te dafür ja bes­ser geeig­net wie Ever­no­te. Der Vor­teil in Ever­no­te ist jedoch die kom­plett freie Form der Notiz. Ich kann dar­in, wie in einem Word Doku­ment, frei schrei­ben, Über­schrif­ten und Bil­der ein­fü­gen, und auch mal die Rei­hen­fol­gen ändern. So unter­tei­le ich z.B. die Auf­ga­ben nach Pro­jek­ten oder einem Fäl­lig­keits­da­tum, ganz wie ich es brau­che mit einer simp­len Über­schrift. Die ASAP Lis­te bleibt auch immer sehr über­sicht­lich da ich noch nie mehr als eine Bild­schirm­sei­te mit Auf­ga­ben hat­te.  Könn­ten sich dar­in näm­lich vie­le Sam­meln, wür­de da as soon as pos­si­ble ganz klar zuwi­der lau­fen.

GTD – Geting things done

Der ein oder ande­re wird es schon gemerkt haben, ich benut­ze hier teil­wei­se Ansät­ze der Get­ting Things Done Metho­de (GTD) von David Allen. Auch wenn ich die­se schon fast 10 Jah­re ken­ne, habe ich sie noch nie kom­plett umge­setzt. Pri­mär ist es das „Kopf frei für wich­ti­ges“ durch aus­la­gern, was mich beglei­tet. Aber dann gibt es noch was zwei­tes was ich wenn mög­lich Umset­ze: Kann ich es in 2 min erle­di­gen, erle­di­ge ich es gleich anstel­le es auf eine Lis­te zu schrei­ben. Trotz allem ist GTD eine inter­es­san­te, wenn auch kri­ti­sier­te Metho­de.

Zusammenfassung

Anstel­le einer Viel­zahl ver­schie­de­ner Tools und Werk­zeu­gen, nut­ze ich nur noch eines. Es ist Ever­no­te was ich sowie­so schon seit Jah­ren immer auf dem Han­dy dabei habe. Ich fin­de es tat­säch­lich befrei­end nicht mehr meh­re­re Tools im Hin­ter­kopf zu haben, die indi­rekt druck auf mich aus­üben. Alles was ich nicht gleich erle­di­gen kann, kommt in eine Lis­te und somit aus mei­nem Kopf. Ich kann Leer­lauf­zeit damit bes­ser Nut­zen, da ich mir ein­fach nur was aus einer der Lis­ten picken muss.

 

Und auch mit die­sem Bei­trag hof­fe ich even­tu­ell jemand etwas Input gelie­fert zu haben.

Ich freue mich auch über ein ers­tes Feed­back auf mei­nem neu­en Blog.

Euer Bas­ti