O-Bikes im Pius Park

Das Positive sehen – Beispiel O-Bikes in München

Jede Situa­ti­on hat was posi­ti­ves. Manch­mal ist aber das posi­ti­ve schwer zu fin­den. Und in in die­ser Situa­ti­on, woll­te ich es im Nach­hin­ein gar nicht sehen.

Es ist noch nicht lan­ge her, da begann es, das Mün­chen an jeder Ecke von gel­ben Fahr­rä­dern über­flu­tet wur­de. Ich erin­ne­re mich noch genau dar­an wie ich am ers­ten mor­gen auf dem Weg zur Arbeit an den ers­ten vor­bei gera­delt bin. An die­sem Mor­gen habe ich mir bei den Fahr­rä­dern noch nichts wei­ter gedacht. Ich war schlicht neu­gie­rig woher sie kom­men. Paar Tage spä­ter hat Goog­le mir die Ant­wort gelie­fert. Ich konn­te bei der Loka­len Bou­le­vard­pres­se auch schon die Berich­te der ver­är­gern Bür­ger lesen. Sie stün­den über­all im Weg, zer­stö­ren das Stadt­bild. Nega­ti­ves über nega­ti­ves. Ohne wirk­lich dar­über Nach­zu­den­ken habe ich dann die­se Mei­nung über­nom­men. Was bil­det sich auch eine Asia­ti­sche Fir­ma ein, hier ein­fach Fahr­rä­der abzu­stel­len.

Und die fol­gen­den Tage bin ich wei­ter an den Fahr­rä­dern vor­bei­ge­kom­men, hoff­te manch­mal das die Tei­le bald ver­schwin­den wer­den. War sogar etwas Scha­den­froh (eine der dümms­ten Emo­tio­nen) als ich wie­der eins auf dem Boden lie­gen sah. Heu­te bin ich an einer gan­zen Rei­he vor­bei­ge­kom­men die mut­wil­lig umge­sto­ßen wur­de. Die­ses mal hat es mich ent­täuscht. Mei­ne Mei­nung hat sich um 180 Grad gedreht.

Dazu brauch­te es nur kurz eine ande­re Per­spek­ti­ve. Ein Schritt zurück zum über­den­ken. Etwas was ich Zukunft viel bewuss­ter tun wer­den.

Mit einer guten Freun­din mache ich nach Fei­er­abend ger­ne die Isar Trails unsi­cher. Das letz­te mal ist dann auch das The­ma O-Bike auf­ge­nom­men. Zu mei­ner Über­ra­schung war sie bereits eine begeis­ter­te Nut­ze­rin. Sie hat sich ange­mel­det als sie Besuch von meh­ren Freun­den hat­te, um mit die­sen zusam­men die O-Bikes benut­zen zu kön­nen. Begeis­tert hat sie mir erzählt wie toll sie es fin­det, jetzt über­all ein­fach ein Rad lei­hen zu kön­nen. Und es stimmt, selbst von mei­ne Haus­tü­re sind es nur weni­ge Meter zum nächs­ten O-Bike. Und das hat mich zum Nach­den­ken gebracht. Und anstel­le das man sich die Mei­nung von der Pres­se dik­tie­ren lässt, soll­te man immer genau das tun. Nach­den­ken und das Posi­ti­ve suchen.

Ein Welt­weit agie­ren­der Anbie­ter für Leih­fahr­rä­der. Ein Anbie­ter, der die Räder in aus­rei­chen­der Zahl wirk­lich über­all bereit­stellt. Das an sich ist doch schon was posi­ti­ves. Aber im gan­zen noch zu klein gedacht.

Ich war im Urlaub schon häu­fig in der Situa­ti­on, das ich mir in einer Stadt ein Fahr­rad gewünscht hät­te. Vie­le Städ­te haben sogar Pro­gram­me dafür. Ich war z.B. in Valen­cia und Bar­ce­lo­na jeweils 3 Wochen. Aber in bei­den hat­ten es sich für so einen Kurz­auf­ent­halt preis­lich nicht gelohnt. Aber nun stel­le man sich mal vor, man macht einen Städ­te­trip in eine gro­ße Stadt, egal wo in der Welt, kommt aus dem Bahn­hof und kann sofort auf ein Bike stei­gen und los­fah­ren. Die­se Visi­on gefällt mir.

 

 

Nachtrag

Mei­ne Freu­de war dann doch lei­der zu früh. Die Fahr­rä­der sind lei­der nicht zu gebrau­chen. Es ist beque­mer zu lau­fen als ein O-Bike zu benut­zen. Ich kann nicht ver­ste­hen wie man mit einem O-Bike frei­wil­lig fah­ren kann.…