Alleine reisen

Mei­ne Urlau­be des letz­ten Jahrs waren geprägt von Sport. Es waren Kur­se und Tou­ren mit dem Bike oder auf Ski­ern. Ich bin aber auch ein Fan davon Städ­te und Län­dern zu erkun­den. Da sich 2017 wie­der dem Ende neig­te, habe ich spon­tan einen Städ­te­trip nach Lon­don geplant. Vier Tage und das gan­ze ziem­lich kurz­fris­tig, auch etwas als Expe­ri­ment. Zum einen: Rei­sen allei­ne. Zum ande­ren: Hos­tel und Mehr­bett­zim­mer.

Allei­ne Rei­sen bin ich eigent­lich schon gewohnt. Und trotz­dem soll­te es die­ses mal anders sein. Ich hat­te meh­re­re Jah­re den Job eines Bera­ters. In die­ser Zeit bin ich zeit­wei­se alle Zwei Wochen an ande­ren Orten in der Welt zu Gast gewe­sen. Auch Abseits davon war ich für 2 Spa­nisch Sprach­kur­se jeweils 3 Wochen in Valen­cia und Bar­ce­lo­na. Anders bei die­ser Rei­se ist, das ich ohne Mis­si­on Unter­wegs bin. Auf ein bes­se­res Wort als Mis­si­on kom­me ich lei­der nicht. Was ich damit mei­ne ist: Bin ich Geschäft­lich unter­wegs, ist die Mis­si­on die Arbeit. Bei Sprach­kur­sen ist die Mis­si­on auch klar: Spra­chen ler­nen. Alles ande­re drum her­um, ergibt sich dabei ein­fach von allei­ne. Und wenn nicht, auch nicht wei­ter schlimm. So bleibt man nach einem anstren­gen­den Arbeits­tag auch mal Abends im Hotel und es ist nicht schlimm. Aber allei­ne fehl­te mir die­se Mis­si­on noch.

Sei­ten wie Urlaubs­gu­ru lie­fern zwar viel Moti­va­ti­on, oder Tipps wie Pin­kom­pass, aber mir reich­te das als es kon­kret wur­de nicht mehr. Ich bin mir nicht sicher ob es vie­len ande­ren Men­schen genau­so geht: Ver­brin­ge ich freie Zeit, also Zeit in der ich sonst nichts wei­te­res mache wie z.B. Ski­fah­ren oder etwas ler­nen mit den fal­schen Men­schen, kommt mir die­se schnell ver­schwen­det vor. Und genau dar­un­ter fällt bei mir, zumin­dest bis jetzt, auch Zeit die ich allei­ne Rei­se. Was bringt es mir schließ­lich allei­ne durch eine Stadt zu lau­fen?

Und so mache ich die Rei­se auch um dar­über zu Blog­gen und die Erfah­run­gen zu reflek­tie­ren. Ich bin gespannt.

Eine Vor­ga­be die ich mir gemacht habe, ist nur mit Hand­ge­päck zu Rei­sen. Der ers­te Kom­pro­miss dar­aus war schon die Wahl der Kame­ra. Mei­ne Sony A6300 bleibt zu Hau­se zu Guns­ten der Sony RX100M3. Auch war nur ein paar Schu­he drin­nen. Din­ge wie Jog­ging Hose und Klei­dung für alle fäl­le sind auch nicht drin­nen. Geschäft­lich war ich zwar die letz­ten Jah­re auch nur noch mit Hand­ge­päck unter­wegs, aber ein Urlaub ist doch was ande­res.

Der ers­te Bei­trag dazu folgt auch heu­te noch.