Fediverse, Mastodon und Pixelfed
Was ist das alles schon wieder und warum nervt der Basti wieder mit etwas Neuem? Das fragst du dich sicher, wenn du ĂŒber einen Link in meinen Social-Media-Profilen hier gelandet bist und nun vor diesem Text stehst. Aber nimm dir kurz die Zeit, dann bin ich sicher, du verstehst zumindest, warum ich diese Entscheidung getroffen habe zu sowas zu wechseln.
Damals
Erinnerst du dich noch an damals, vor Facebook? Quick, Lokalisten, MySpace, Instagram.
Social Media waren Portale, auf denen man Posts und BeitrĂ€ge seiner Freunde gesehen hat. Heute sind sie nur noch ein Platz, bei dem man Werbung sieht sowie Inhalte, die nicht von deinen Freunden sind, sondern nur noch dazu dienen, dich lĂ€nger online zu halten (um dir noch mehr Werbung zu zeigen). Der Feed, bzw. die Timeline sind jetzt ĂŒberall unendlich und werden von Algorithmen gefĂŒllt, die genau das bezwecken.
Vielleicht erinnerst du dich auch noch an die Zeit davor. Es gab Blogs, auf denen man posten konnte. Die Follower sind dir direkt gefolgt. Heute hat so ein Blog keine Chance mehr, wenn er seine BeitrÀge nicht mit den neuen Social-Media-Portalen teilt, und er hat seine Follower nun dort. Wehe, er will woanders hin, seine Follower wÀren dann weg. Diese sind ja immer nur pro Plattform.
Das Fediverse
Jetzt aber der Kreis zum Fediverse.
Du benutzt sicher E-Mail. Und dort ist es egal, bei welchem Provider du bist. Jeder kann dir schreiben, jedem kannst du schreiben,.
Und das Fediverse ist eine Sammlung verschiedener Social-Media-Portale, die wie bei E-Mail von verschiedenen Anbietern gehostet werden, bei denen du aber trotzdem jedem folgen kannst, egal fĂŒr welchen Anbieter oder welches Portal du dich entscheidest.
Es gibt z.B. Pixelfed. Das sieht 100 % so aus, wie Instagram sein mĂŒsste. Storys, fotoorientiert, und eine chronologische Timeline. Man kann sogar seine alten Instagram-Inhalte importieren.
Es gibt Mastodon. Etwas mehr wie Facebook. Texte und Bilder kannst du posten, BeitrÀge teilen und auch wieder nur eine chronologische Timeline.
Es gibt noch das alte WordPress, die Blog-Plattform, die du selbst hosten kannst. Dort kannst du ein Plug-in installieren, das sich in dieses auch ins Fediverse integriert und jeder die Folgen und Kommentieren kann.
Und so gibt es unzÀhlige mehr, mit den unterschiedlichsten Ausrichtungen. Siehe z.b. hier.
Und jetzt wiederhole ich es noch mal, du kannst dir aussuchen, was am besten zu dir passt. Weil du von jeder dieser Plattformen deinen Freunden auf den anderen Plattformen folgen und mit diesen interagieren kannst. Du könntest deine Freunde/ Follower auch einfach mitnehmen, wenn du dich entscheidest, auf eine andere Plattform zu wechseln. Deine freie Entscheidung.
Das Problem
Was ist aber das Problem? Wie bei E-Mail musst du die Entscheidung treffen, zu welchem Provider du gehst. Anders als bei Instagram und Facebook, bei denen du einem einzigen Anbieter voll ausgeliefert bist, entscheidest du selbst ⊠Das zu entscheiden, ist leider heutzutage das Problem. Ich frage mich nur: Vor 20â30 Jahren, wie hĂ€tten die Personen, die das jetzt nicht schaffen, es geschafft, einen E-Mail Account zu bekommen?
Und jetzt
Wie alles andere, funktioniert das natĂŒrlich nur, wenn alle mitmachen.
WÀre das also nicht schön, wieder auf einer Plattform zu sein, auf der du nur siehst, was du sehen willst, die dich nicht versucht, abhÀngig zu machen? Bei der es völlig egal ist, wer sie anbietet, solange sie mit dem Fediverse kompatibel ist?
Ein Anbieter fĂŒr Pixelfed ist z.B. pixelfed.de
FĂŒr Mastodon ist es mastodon.social
Bei allem, was wir die letzten Jahre mit Facebook (zu dem auch Instagram und WhatsApp gehören) erlebt haben, wÀre das doch endlich der richtige Neuanfang.
Sprich mich gerne das nÀchste Mal an, wenn du noch Fragen hast.
Viele GrĂŒĂe
Basti
Ps:
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